Luftaufnahme von Eberau im Südburgenland mit Kirche, Ortskern und umliegender Landschaft.

Unterwegs in Eberau

Fünf Ortsteile, rund 900 Einwohner*innen und sehr viel gelebtes Miteinander: Eberau bewahrt Geborgenheit und baut zugleich an seiner Zukunft.

3 Min.

© Claudia Simoni

Wenn Bürgermeister Johann Weber über Eberau spricht, beginnt er bei den Menschen. „Eberau ist eine kleine, typische Landgemeinde mit viel Ruhe und vielen freundlichen Leuten. Bei uns schaut man aufeinander und packt gemeinsam an, damit sich alle wohlfühlen“, sagt er. Dieses Mitei­nander verbindet Eberau, Gaas, Kroatisch Ehrensdorf, Kulm und Winten. Rund 900 Menschen leben auf 30,75 Quadratkilometern im unteren Pinkatal, mitten im Naturpark in der Weinidylle und nahe der ungarischen Grenze.

Bürgermeister Johann Weber aus Eberau im Porträt.
© beigestellt

Bei uns sind alle Einheimischen und „Zuagroasten“ eingeladen, unsere Gemeinde lebenswerter zu machen.
Johann Weber, Bürgermeister von Eberau

Eberau – ein Ort, der sich kümmert

Wie lebendig eine Gemeinde dieser Größe sein kann, zeigen die nahezu 30 Vereine. Hier wird musiziert, gesungen, Theater gespielt, Sport betrieben, gefeiert und angepackt. Neue Bewohner*innen sind herzlich eingeladen, Teil davon zu werden. Eine zentrale Rolle spielt „Unser G’schäft“ am Hauptplatz – als Lebensmittelgeschäft, Nachrichtenbörse und wichtigstes Kommunikationszentrum zugleich. Der seit beinahe zehn Jahren von einem Verein getragene Nahversorger lebt von der Einkaufstreue im Ort. Laut Weber gehen täglich rund 120 Menschen ein und aus.

Eberau im Burgenland: Hauptplatz mit Parkanlage, Kirche und bunt gestalteten Weinfässern.
© beigestellt

Für Familien bietet Eberau Kinderkrippe, Kindergarten, Volksschule und die Josefinum Naturparkschule. Lange Öffnungszeiten und Nachmittagsbetreuung ermöglichen beiden Elternteilen, berufstätig zu sein. Dazu kommen ein Allgemeinmediziner im Ort, leistbare Mietwohnungen und betreubares Wohnen. Für Weber heißt Lebensqualität, dass junge Familien gut starten können und ältere Menschen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben.

Ein starkes Signal setzt das Generationenprojekt mit der OSG auf einem Areal der früheren Sonnenresidenz. Im ersten Bauabschnitt entstehen 28 Wohneinheiten: zwölf barrierefreie Wohnungen für Senior*innen im Erdgeschoß sowie 16 leistbare Startwohnungen für junge Menschen darüber. Auch das ehemalige Zollhaus wird mit vier Wohnungen Teil des Projekts. „Wir hoffen, dass Jung und Alt hier ganz selbstverständlich miteinander ins Gespräch kommen. Das Generationendorf soll Zuzug schaffen und den Pinkaboden zukunftsfit halten“, so der Bürgermeister.

Weinberge mit Weitblick

Eberau ist Weinland, Uhudlerheimat und Genussadresse. In den Buschenschenken treffen regionale Küche und südburgenländische Gelassenheit zusammen, rundherum führen Rad- und Wanderwege durch sanfte Hügel, Weingärten und Kellergassen. Auch der Bernstein Trail gehört zum regionalen Wegenetz, kleinere Rundwege führen auf den Wintner Berg oder über die Grenze nach Szentpéterfa. Kulturjuwele wie das Wasserschloss Eberau, einst die größte Wasserburganlage Österreichs, und die Wallfahrtskirche Maria Weinberg in Gaas erzählen von der langen Geschichte des Pinkatals.

Wer bleiben möchte, findet erschlossene Bauplätze derzeit um rund 20 Euro pro Quadratmeter und ein wachsendes Wohnungsangebot. Weber bringt das Lebensgefühl auf einen einfachen Nenner: „Man muss nicht in die Ferne schweifen. Bei uns kann man wunderbar wandern, Rad fahren, einkehren und feiern – und vor allem gut leben.“

eberau.at

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