Teamfoto: Dr. Kluger mit dem Team des Diagnosezentrums Eisenstadt im modernen Empfangsbereich der radiologischen Einrichtung.

Brustvorsorge mit klarem Blick

Brustdichte, Alter und familiäres Risiko beeinflussen die passende Früherkennung. Der Eisenstädter Radiologe Dr. Wolfram Kluger erklärt, wann Mammografie, Ultraschall und MRT sinnvoll sind und wie Frauen ihren Befund richtig lesen.

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MIT RAT UND TAT. Das Team rund um Dr. Wolfram Kluger vom Diagnosezentrum Eisenstadt © beigestellt

Mammografie, Ultraschall oder MRT: Rund um die Brustkrebsvorsorge tauchen viele Fragen auf, während Abkürzungen im Befund rasch verunsichern. Dr. Wolfram Kluger, Radiologe und Nuklearmediziner bei Röntgen Eisenstadt, ordnet Risiken, Methoden und Ergebnisse verständlich ein.

Außenansicht des modernen Diagnosezentrums Eisenstadt mit MRT und radiologischer Diagnostik bei Dr. Kluger.
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Braucht tatsächlich jede Frau eine andere Brustvorsorge?

Die Mammografie bildet für viele Frauen die Grundlage der Früherkennung und wird bei Bedarf durch Ultraschall ergänzt. Alter, Brustdichte, familiäre Vorgeschichte, frühere Operationen und vorhandene Befunde beeinflussen jedoch, welche Untersuchung im Einzelfall sinnvoll ist.

Kann eine Frau Brustkrebsvorsorge nur mit Ultraschall machen?

Diese Frage höre ich oft, und die klare Antwort lautet nein. Feine Mikroverkalkungen, die auf frühe Veränderungen hinweisen können, sind im Ultraschall häufig nicht sichtbar. Er ist eine wertvolle Ergänzung, ersetzt die Mammografie im Früherkennungsprogramm aber nicht.

Warum spielt die Brustdichte eine so große Rolle?

Dichtes Drüsen- und Bindegewebe erscheint im Röntgenbild weiß, viele Tumore ebenfalls. Einen kleinen weißen Herd darin zu erkennen, ist wie die Suche nach einem Schneemann im Schneesturm. Brustdichte hat nichts mit der Größe der Brust zu tun und kann sich im Laufe des Lebens auch verändern.
Die Tomosynthese mit ihren Schichtaufnahmen verbessert die Diagnostik, bei extrem dichtem Gewebe können zusätzliche Verfahren sinnvoll sein.

Porträt: Dr. Kluger vom Diagnosezentrum Eisenstadt mit Brille und dunkelblauem Poloshirt.
Dr. Wolfram Kluger, Radiologe © beigestellt

Brustkrebsvorsorge sollte so selbst­verständlich sein wie Zähneputzen.Dr. Wolfram Kluger, Radiologe

Ist ein Brust-MRT dann die bessere Mammografie?

So pauschal lässt sich das nicht sagen. Bei wenig dichtem Gewebe bringt ein MRT meist keinen entscheidenden Zusatznutzen. Bei extrem dichter Brust kann es mehr Sicherheit geben; die europäische Fachgesellschaft für Brustbildgebung empfiehlt hier ein ergänzendes MRT. Ob es sinnvoll ist, sollte mit Radiologie und Gynäkologie anhand des persönlichen Risikos und der Vorbefunde geklärt werden.

Meine Mutter hatte Brustkrebs. Bedeutet das automatisch ein hohes Risiko?

Eine einzelne Erkrankung in der Familie bedeutet noch nicht automatisch ein stark erhöhtes erbliches Risiko. Entscheidend sind das Alter bei der Diagnose, der Verwandtschaftsgrad und weitere Fälle von Brust- oder Eierstockkrebs in einer Familienlinie. Dann kann eine genetische Beratung sinnvoll sein. Ein Gentest sollte gut vorbereitet werden, weil das Ergebnis auch für Angehörige Bedeutung hat.

Ab welchem Alter sollte eine Frau zur Mammografie gehen?

Im österreichischen Früherkennungsprogramm ist die e-card für Frauen von 45 bis 74 Jahren alle zwei Jahre automatisch freigeschaltet. Frauen zwischen 40 und 44 sowie ab 75 können sich freiwillig kostenlos anmelden. Bei Beschwerden oder erhöhtem Risiko gelten eigene diagnostische Wege.

Modernes MRT-Gerät von Siemens Healthineers im Diagnosezentrum Eisenstadt von Dr. Kluger.
MRT-DIAGNOSTIK.
Mit modernster Technik und umfassender Fachkompetenz zu
präzisen Untersuchungsergebnissen © beigestellt

Welche Veränderungen sollte eine Frau ernst nehmen?

Knoten, Dellen oder Einziehungen der Haut, eine neu eingezogene Brustwarze und austretende Flüssigkeit gehören ärztlich abgeklärt. Regelmäßiges Betrachten und Abtasten stärkt das Gefühl für den eigenen Körper, ersetzt die bildgebende Früherkennung jedoch nicht. Während der Periode oder in der ersten Woche danach ist die Brust oft weicher und weniger empfindlich.

Warum wird manchmal schon nach sechs Monaten kontrolliert?

Das wird meist empfohlen, wenn eine Veränderung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gutartig ist, ihre Stabilität aber bestätigt werden soll. Im BI-RADS-System entspricht das Kategorie 3; das Krebsrisiko liegt bei höchstens zwei Prozent. So lässt sich Sicherheit gewinnen, ohne sofort eine Biopsie durchzuführen.

Wie wichtig sind alte Mammo­grafie­aufnahmen?

Sehr wichtig. Wer das Institut wechselt, sollte frühere Bilder und Befunde mitbringen oder übertragen lassen. Manche Veränderungen fallen erst im direkten Vergleich auf, der die Aussagekraft des aktuellen Befundes erhöht.

Was bedeuten ACR und BI-RADS im Befund?

Die ACR-Kategorie beschreibt die Brustdichte von A bis D: A steht für überwiegend fettreiches, D für extrem dichtes Gewebe. BI-RADS bewertet den Bildbefund und leitet das weitere Vorgehen ab: 1 ist unauffällig, 2 gutartig, 3 wahrscheinlich gutartig mit kurzfristiger Kontrolle. Bei 4 ist meist eine Biopsie angezeigt, bei 5 besteht ein sehr hoher Krebsverdacht. BI-RADS 0 verlangt weitere Bilder, Kategorie 6 bezeichnet einen bereits durch Gewebeprobe bestätigten Brustkrebs.

Logo des Diagnosezentrums Eisenstadt – moderne radiologische Diagnostik mit Dr. Kluger.
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Betriebsstraße 8, 7000 Eisenstadt, Tel.: 02682/21 200, office@dz-eisenstadt.at
dz-eisenstadt.at

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