Entgeltliche Einschaltung
Wie man im Winter sicher auf den Straßen des Burgenlandes unterwegs ist
Nicht zu lange beim Reifenwechsel warten
© Pexels/ Karola G
Viele Autofahrerinnen warten zu lange mit dem Reifenwechsel – doch schon bei 7 Grad Celsius verlieren Sommerreifen deutlich an Grip. Im Burgenland mit seinen Nebelbänken rund um den Neusiedler See und glatten Landstraßen bei Eisenstadt kann das gefährlich werden. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung und passender Ausrüstung bleibst du sicher unterwegs.
Die wichtigsten Maßnahmen für den Winter sind der rechtzeitige Wechsel auf Winterreifen mit ausreichender Profiltiefe, die Kontrolle von Batterie und Frostschutz sowie angepasstes Fahrverhalten bei Nebel und Glätte. Laut ÖAMTC verlängert sich der Bremsweg mit Sommerreifen auf winterlicher Fahrbahn um bis zu 30 Prozent – auf burgenländischen Landstraßen zwischen den Weinbergen und auf der A4 Richtung Wien kann dieser Unterschied lebensrettend sein.
Winterreifen im Burgenland – wann wechseln und worauf achten
Die Faustregel “von O bis O” – von Oktober bis Ostern – gilt auch im Burgenland. Sobald die Temperaturen unter 7 Grad fallen, bieten Winterreifen besseren Halt. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 4 mm für Winterreifen, doch viele Experten empfehlen mindestens 5 mm für optimale Sicherheit auf nassen und verschneiten Straßen.
Der Unterschied zwischen den Reifentypen:
Sommerreifen, Ganzjahresreifen und Winterreifen unterscheiden sich deutlich in ihrem Profildesign. Sommerreifen haben längliche Rillen für optimale Wasserableitung bei warmem Wetter. Ganzjahresreifen kombinieren Eigenschaften beider Reifentypen mit einem Kompromiss-Profil. Winterreifen hingegen verfügen über viele kleine Lamellen und ein spezielles Profil, das auch bei Schnee und Eis greift.

Profiltiefe richtig prüfen:
- Stecke eine 1-Euro-Münze ins Profil
- Der goldene Rand ist 3 mm breit
- Verschwindet er komplett, hast du noch genug Profil
- Bei sichtbarem Rand solltest du über neue Reifen nachdenken
AUTODOC-Expertenwissen zu Reifen
“Reifenhersteller wie Michelin, Continental und Pirelli veröffentlichen in ihren Datenblättern die exakten Neuprofilwerte für jedes Modell. Ein Vergleich zeigt: Budgetmarken starten häufig bei 6,5 mm, Premiumreifen bis zu 9,5 mm.” – AUTODOC
Das bedeutet: Hochwertige Reifen bieten von Anfang an mehr Reserve. Ein direkter Vergleich zeigt die Unterschiede deutlich:

Gerade auf den oft feuchten Straßen im Burgenland lohnt sich diese Investition. Premiumreifen starten mit bis zu 9,5 mm Neuprofiltiefe – das sind satte 3 mm mehr als bei Budgetreifen mit durchschnittlich 6,5 mm. Diese Reserve kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen: Bei einer Vollbremsung aus 50 km/h beträgt der Bremsweg mit Premiumreifen auf Schnee etwa 28-32 Meter, während Budgetreifen rund 35-38 Meter benötigen. Das entspricht bis zu zwei Autolängen Unterschied – genug, um einen Auffahrunfall zu vermeiden.
Das Auto winterfest machen – Batterie, Frostschutz und mehr
Kalte Nächte belasten die Autobatterie enorm. Viele Fahrzeuge bleiben im Winter liegen, weil die Batterie schwächelt. Ein kurzer Check in der Werkstatt zeigt, ob sie noch genug Kraft hat. Auch der Frostschutz im Kühlwasser sollte bis mindestens -25 Grad Celsius reichen – in der Werkstatt lässt sich das schnell messen.
Die Scheibenwischer verdienen ebenfalls Aufmerksamkeit. Rissige Gummis hinterlassen Schlieren, die besonders bei tiefstehender Sonne oder Gegenverkehr gefährlich werden. Ein neues Set Wischer kostet wenig, erhöht aber die Sicherheit deutlich.
Nützliche Winterausrüstung:
- Eiskratzer und Handbesen
- Enteiserspray für Türschlösser
- Starthilfekabel
- Warme Decke und Handschuhe
- Kleine Schaufel bei Schneewetter
Ersatzteile für den Winter rechtzeitig besorgen
Auch mitten im Winter kann es nötig sein, schnell an Ersatzteile zu kommen – sei es, weil die Batterie plötzlich schwächelt oder die Scheibenwischer nicht mehr richtig wischen. Viele Werkstätten haben in der kalten Jahreszeit volle Auftragsbücher, und auch bei Ersatzteilen kann es zu Engpässen kommen.
Eine Möglichkeit ist die Online-Bestellung. AUTODOC betreibt ein Logistikzentrum im tschechischen Cheb, das auch Österreich versorgt. Auf www.auto-doc.at kannst du gezielt nach Teilen für dein Fahrzeugmodell suchen – die Plattform filtert automatisch nach Marke, Modell und Baujahr, sodass nur passende Teile angezeigt werden. Zusätzlich bietet die Seite kostenlose Video-Anleitungen und Handbücher für viele gängige Reparaturen – praktisch, wenn man selbst Hand anlegen möchte.
Die tatsächliche Lieferzeit hängt von der Verfügbarkeit des jeweiligen Teils ab. Wer vorausschauend plant und nicht erst wartet, bis das Auto liegenbleibt, hat weniger Stress. Das gilt übrigens für alle Anbieter – egal ob online oder im Fachhandel vor Ort.
Tipp: Prüfe vor jeder Bestellung die Kompatibilität mit deinem Fahrzeug und plane ein paar Tage Puffer ein. Besonders bei angekündigtem Schlechtwetter lohnt es sich, nicht bis zur letzten Minute zu warten.
Richtig fahren bei Nebel, Schnee und Glätte
Im Burgenland sorgt besonders der Nebel für schwierige Bedingungen. Im Jahr 2017 ereigneten sich österreichweit 212 Unfälle bei Nebel, wobei 291 Personen verletzt wurden und fünf Menschen ums Leben kamen. Im Burgenland gab es sechs Nebelunfälle – besonders rund um den Neusiedler See und in den frühen Morgenstunden ist Vorsicht geboten.
Bei Sichtweiten unter 50 Metern gilt: Nebelschlussleuchte einschalten und Tempo auf maximal 50 km/h drosseln. Rund 70 Prozent der Nebelunfälle ereignen sich auf Landstraßen im Freiland – genau dort, wo viele Burgenländerinnen täglich unterwegs sind.
Auf glatten Straßen hilft sanftes Fahren. Abruptes Bremsen oder schnelles Beschleunigen lassen das Auto schnell ins Rutschen kommen. Besonders gefährlich sind Brücken und schattige Streckenabschnitte – hier bildet sich Eis oft früher als auf sonnigen Straßen.
Fahrweise anpassen:
- Doppelten Sicherheitsabstand halten
- Sanft Gas geben und bremsen
- In Kurven langsamer fahren als gewohnt
- Bei Glätte notfalls zweiten Gang nutzen
Vorbereitung zahlt sich aus
Mit der richtigen Ausrüstung und angepasster Fahrweise kommst du sicher durch Herbst und Winter im Burgenland. Winterreifen mit gutem Profil, eine funktionierende Batterie und vollständiger Frostschutz sind die Basis. Der Unterschied zwischen Budget- und Premiumreifen kann entscheidend sein: Mit 9,5 mm statt 6,5 mm Neuprofiltiefe hast du 3 mm mehr Reserve – das kann bei Nässe und Schnee bis zu zwei Autolängen kürzeren Bremsweg bedeuten.
Wer vorausschauend plant und rechtzeitig an Ersatzteile denkt, vermeidet Stress in der kalten Jahreszeit. So bist du bestens vorbereitet, wenn Schnee und Eis auf den burgenländischen Straßen für Herausforderungen sorgen.
Quellen: Dieser Artikel basiert auf Daten von ÖAMTC und Statistik Austria zu Winterreifenpflicht, Bremsweg und Unfallstatistiken, dem österreichischen Kraftfahrgesetz (KFG) sowie Fachinformationen von AUTODOC und Branchenmedien zur Ersatzteilverfügbarkeit.
FAQ
Ab wann sind Winterreifen im Burgenland Pflicht?
In Österreich gilt die situative Winterreifenpflicht von 1. November bis 15. April bei Schnee, Matsch oder Eis. Bereits ab 7 Grad bieten Winterreifen besseren Grip als Sommerreifen.
Was gehört zur Winter-Notfallausrüstung im Auto?
Neben Eiskratzer und Handbesen solltest du Starthilfekabel, eine warme Decke und eine kleine Schaufel dabeihaben. Bei angekündigtem Schneefall ist auch Enteiserspray für Türschlösser praktisch.
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