© Claudia Brandenburger
Das ist mein Motto für diesen Sommer. Nein, besser gleich für das gesamte restliche Jahr: „Es darf auch leicht gehen.“ Die letzten Monate haben mir beruflich und privat einiges abverlangt. Und dabei habe ich gelernt: Leichtigkeit ist manchmal eine Entscheidung. Eine bewusste Haltung. Und sogar eine Form von Mut. Oft machen wir uns das Leben selbst schwer. Wir diskutieren länger über eine Entscheidung, als ihre Folgen überhaupt dauern würden. Wir schleppen Erwartungen mit uns herum wie einen überfüllten Koffer. Wir sagen zu vielem Ja, obwohl unser Bauch längst Nein flüstert. Und wir drehen uns so lange im Gedankenkarussell, bis uns schwindelig wird.
Den Dingen nicht zusätzliches Gewicht umhängen.
Dabei bedeutet Leichtigkeit nicht, dass plötzlich alles perfekt läuft. Es heißt nur, den Dingen nicht mehr zusätzliches Gewicht umzuhängen. Wer schon einmal versucht hat, mit einem Rucksack voller Steine auf einen Berg zu gehen, weiß: Der Gipfel bleibt derselbe, aber der Weg fühlt sich völlig anders an. Und ohne den überfüllten Koffer mit Erwartungen (den eigenen und den fremden) fühlt sich der Lebensweg gleich viel leichter an!
Und ich glaub, genau das ist die Kunst. Nicht jedes Problem sofort lösen zu müssen. Nicht jede Diskussion gewinnen zu wollen. Nicht jede Meinung persönlich zu nehmen. Der Schriftsteller Erich Kästner schrieb einmal: „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“ Ich würde diesen Satz für diesen Sommer gerne erweitern: Es gibt nichts Leichtes, außer: Man lässt es zu.
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nicole.schlaffer@dieburgenlaenderin.at
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