In keiner Situation allein
Eine berufliche Gabelung, eine Trennung, ein Schicksalsschlag: Welche Expert*innen und Methoden wie unterstützen können.
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Hilfe in schwierigen Lebenssituationen: eine Art Mini-Wegweiser, welche Expert*innen und welche Methoden unterstützen können.
Psychotherapie
Basis einer Psychotherapie ist eine vertrauensvolle, professionelle Beziehung, die in regelmäßigen, hilfreichen Gesprächen über einen längeren Zeitraum aufgebaut wird. Das kann in akuten Krisen und nach Traumata sein, die sich etwa durch Symptome wie Schlaf- und Antriebslosigkeit zeigen; eine psychische Erkrankung muss aber nicht vorliegen. Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren, das neue Psychotherapiegesetz (2024) regelt auch die Akademisierung der Berufsausbildung. Bei Vorliegen einer psychischen Erkrankung kann ein Kostenzuschuss beantragt werden.
Klinische Psychologie
Klinische Psycholog*innen behandeln und beraten mit dem Ziel der Krisenbewältigung und Stabilisierung, zudem erstellen sie u. a. Diagnosen (z. B. Angststörungen), arbeiten in der Prävention oder Psychoedukation. Psycholog*innen verschreiben keine Medikamente, viele bieten Psychotherapie an, wenn sie die mehrjährige Ausbildung dazu haben.
Psychiatrie
… ist eine medizinische Fachrichtung; Psychiater*innen sind Ärzt*innen, die bei psychischen Erkrankungen Diagnosen stellen und medikamentös behandeln können. Der Fokus ist auf neurologischen, biologischen, medikamentösen Aspekten. Regelmäßige Gesprächssitzungen sind nicht vorgesehen, Psychotherapie dürfen Fachärzt*innen mit entsprechender zusätzlicher Ausbildung anbieten.
Psychotherapie-Richtungen
Es gibt mehr als 20 verschiedene anerkannte Arten von Psychotherapie. Dazu zählen beispielsweise Verhaltenstherapie, systemische und Familientherapie oder die Psychoanalyse. Diese Form geht auf Sigmund Freud zurück, heute gibt es aber zahlreiche Schulen und Weiterentwicklungen. Sie zielen darauf ab, tiefliegende, oft unbewusste Konflikte zu erkennen und zu verändern. Das bedarf einer mehrjährigen Zusammenarbeit mit einem/einer Psychoanalytiker*in mit mehreren Sitzungen in der Woche. Der Weg soll zu Selbsterkenntnis und zum Durchbrechen belastender Muster führen.
Beratungsstellen
Einrichtungen wie beispielsweise die Frauenberatungsstellen, das Gewaltschutzzentrum oder der Psychosoziale Dienst Burgenland arbeiten mit multiprofessionellen Teams, um Menschen aller Generationen und ihre Angehörigen in schwierigen Situationen zu unterstützen. Professionelle Hilfe bieten hier u. a. Sozialarbeiter*innen, Klinische Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen und Jurist*innen an. Beratungsangebote dieser Art sind in der Regel kostenlos.

Supervision
Lange war Supervision vorwiegend im psychosozialen Kontext üblich, um Klient*innen, Rollendynamiken zu reflektieren. Supervisor*innen wirken heute in fast allen Branchen – mit dem Ziel, die Qualität der (Zusammen-)Arbeit zu verbessern, Konflikte zu lösen; es gibt Einzel-, Gruppen-, Teamsupervision.
Coaching
Auch wenn es Life-Coaches gibt, stehen bei Coaching für gewöhnlich berufliche bzw. Karriereziele im Vordergrund. Die Begleitung durch einen Coach ist zumeist auf einige Treffen oder eine bestimmte Phase konzentriert. Der private Background schwingt zwar oft mit, für die Heilung seelischer Erkrankungen ist Coaching aber nicht gedacht.
Lebensberatung
Lebens- und Sozialberater*innen bzw. Diplom-Lebensberater*innen können Menschen bei Konflikten und Problemen im privaten sowie im beruflichen Zusammenhang unterstützen und stärken. Ihre Themenfelder reichen von Stress und Burn-out über Trennung bis hin zu Neuorientierung. Sie dürfen ausschließlich mit gesunden Menschen arbeiten und können keine Psychotherapie ersetzen.
Mediation
Wenn sich zwei streiten, … freut sich die/der Dritte nicht, sondern vermittelt neutral und vertrauensvoll zwischen den Parteien. Darin liegt der Kern der Mediation, einem Verfahren zur außergerichtlichen Lösung von Konflikten im privaten, beruflichen und wirtschaftlichen Umfeld. Der Begriff mutet in dieser Aufzählung vielleicht exotisch an, allerdings können gut gelöste Konflikte zum seelischen Wohl beitragen.

Yoga & Meditation
Die positive Wirkung von Yoga und Meditation ist bekannt, wir erinnern hier daran, weil beides selbst daheim, via kostenlose Streamingplattformen und bei wenig Freizeit praktiziert werden kann. Yoga und Meditation fördern zudem bewusstes Atmen, was wiederum – das ist wissenschaftlich belegt – Symptome von Angststörungen, Stress und Depressionen lindern kann. Wer es sich einrichten kann: Yoga mit Profis verhindert freilich die falsche Umsetzung von Übungen und macht in Gemeinschaft meist noch mehr Spaß.
KI-Chatbots
Therapie-Chatbots können zeit- und ortsunabhängig genutzt werden, Expert*innen weisen aber mit Nachdruck auf ein hohes Risiko an Fehleinschätzungen von Krisen und Erkrankungen hin. Sie können keine Psychotherapie ersetzen, aber ein praktisches Tool etwa zur Planung von Routinen sein. Auch wichtig: Was passiert mit
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