Samsung Galaxy S26 Ultra im Familien-Handytest
Was Teenager, Mutter und Oma an Samsungs neuem Flaggschiff wirklich mögen: Ein Smartphone, drei Generationen, drei völlig verschiedene Routinen – und erstaunlich wenig Reibung.
© Samsung
Das Samsung Galaxy S26 Ultra bringt vieles mit, was im Alltag sofort auffällt: ein 6,9-Zoll-Display, 200-Megapixel-Hauptkamera, integriertes Privacy Display, S Pen, 5.000-mAh-Akku, schnelleres 60-Watt-Laden und eine Reihe neuer Galaxy-AI-Funktionen. Vor allem überzeugt die Kombination aus starker Kamera, hohem Tempo, cleveren KI-Features und dem neuen Blickschutz-Display, wohingegen Größe, Kamerabuckel und die nach wie vor fehlenden eingebauten Qi2-Magnete als Schwachpunkte genannt werden.
Drei Generationen, ein Gerät – Samsung Galaxy S26 Ultra
Der spannendste Teil an diesem Test war weniger die Frage, ob das Galaxy S26 Ultra technisch abliefert. Das tut es. Interessanter war, wie unterschiedlich es genutzt wurde – von einem 15-Jährigen, einer Mutter Mitte 40 und einer Oma Ende 60. Genau da zeigt sich, ob ein High-End-Smartphone im echten Leben funktioniert oder nur auf dem Datenblatt glänzt.
Schon nach kurzer Zeit wurde klar: Das S26 Ultra wirkt zwar wie ein Power-Phone für Menschen, die alles gleichzeitig wollen, kommt aber auch bei Nutzer*innen gut an, die einfach ein verlässliches, helles, schnelles Gerät mit guter Kamera suchen. Samsung selbst positioniert das Modell als Ultra-Flaggschiff mit besonders hellem 6,9-Zoll-Display, 200-MP-Kamera, S Pen, 5.000-mAh-Akku, bis zu 31 Stunden Videowiedergabe und dem neuen Privacy Display.
Der Teenager: Kamera, Gaming, Tempo – und null Geduld
Für den 15-Jährigen war das Galaxy S26 Ultra sofort ein Werkzeug für Content. Videos für Reels, Fotos mit viel Zoom, schnelle Bildbearbeitung direkt am Handy, dazu Gaming und Messaging parallel – das alles lief ohne spürbare Denkpause. Samsung setzt hier auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, laut Samsung mit spürbaren Zuwächsen bei CPU, GPU und NPU, während man Performance durchwegs auf Top-Niveau einstufen kann.
Sein Fokus lag klar auf der Kamera. Die Hauptkamera mit 200 MP, die 50-MP-Ultraweitwinkelkamera und das 50-MP-Tele mit 5-fach optischem Zoom liefern viel Spielraum, vor allem bei gutem Licht und auch bei Nacht. Samsung hat die Haupt- und 5x-Telelinse lichtstärker gemacht, was laut Hersteller besonders bei Low-Light-Fotos und Nightography hilft.
Das Teenie-Urteil fiel knapp, aber eindeutig aus: schnell, stark, „macht einfach alles“. Nur die Größe fand auch er „riesig“.
Die Mutter: Business, Timing, Überblick – und ein Gerät, das mitdenkt
Bei der Mitte 40-Jährigen drehte sich alles um Struktur, Geschwindigkeit und das gute Gefühl, den Tag im Griff zu haben. Mails, Termine, kurze Abstimmungen, Dokumente gegenchecken, parallel dazu spontane To-dos – das Galaxy S26 Ultra wurde hier zum echten Management-Tool.
Die neuen KI-Funktionen greifen ein, wo normalerweise Zeit verloren geht. Wenn etwa in einer Nachricht ein Termin auftauchte, schlug das System direkt den Kalendereintrag vor. Wenn Unterlagen geteilt wurden, öffnete sich die passende App ohne Umwege. Samsung beschreibt dieses Prinzip als kontextbasierte.
Auch das Privacy Display wurde in diesem Setting relevant. Im Restaurant schnell Dokumente durchsehen, im Zug Mails beantworten, zwischendurch sensible Inhalte checken – der Blickschutz sorgt dafür, dass der Screen nur aus dem richtigen Winkel klar sichtbar bleibt. Besonders praktisch: Die Funktion lässt sich gezielt für bestimmte Apps aktivieren. Für alles andere bleibt das Display offen und hell.
Auch die gestochen scharfen Fotos und Videos sind für die Business-Frau ein großer Pluspunkt – da kann ihr iPhone 16 Pro weit nicht mithalten. Und dass für die Magnet-Handyhalterung im Auto ein eigenes Patch am Smartphone angebracht werden muss, ist schade.
Was sie jedoch überzeugte, war die Kombination aus großem Screen und S Pen. Notizen direkt ins Dokument schreiben, Ideen skizzieren, schnell etwas markieren – gerade in Meetings oder unterwegs ersetzt das oft den Laptop für kurze Tasks.
Ihr Fazit kam trocken und ziemlich eindeutig: ein Gerät, das im Alltag unterstützt.
Die Oma: große Anzeige, gute Fotos, klare Wege
Bei der Oma war das Wichtigste schnell gefunden: ein großes, scharfes Display, eine verlässliche Kamera und ein Gerät, das flott reagiert, ohne kompliziert zu wirken. Das 6,9-Zoll-Display mit hoher Helligkeit war für sie ein echter Pluspunkt, gerade bei Fotos, WhatsApp-Nachrichten und beim Lesen.
Ihr persönlicher Lieblingsmoment war banal und deshalb aussagekräftig: Blumen im Garten fotografieren, das Bild groß aufziehen, Details anschauen, an die Schwester schicken. Dafür braucht es keine Technikliebe, sondern nur ein Telefon, das schnell reagiert, Farben schön zeigt und beim Fotografieren viel richtig macht. Genau das gelingt dem S26 Ultra. Die Oma kam nach kurzer Eingewöhnung erstaunlich sicher zurecht – solange die wichtigsten Apps gut sichtbar auf dem Startbildschirm lagen und die Schriftgröße einmal sauber eingerichtet war.
Die besten Teenager-Hacks für Mutter und Oma
Am unterhaltsamsten war, was der 15-Jährige den beiden gezeigt hat – kleine Funktionen, die sofort nützlich waren, aber eben erst entdeckt werden mussten.
Hack 1: Privacy Display gezielt statt permanent nutzen.
Mutter und Oma hätten den Sichtschutz anfangs entweder ganz aktiviert oder ganz ignoriert. Der Teenager zeigte, dass man ihn nur für sensible Apps oder nur für eingehende Benachrichtigungen scharf schalten kann. Gerade für Banking, Mails und Messenger war das der Aha-Moment.
Hack 2: Fotos per Texteingabe bearbeiten.
Dass man in Photo Assist inzwischen per Textprompt Änderungen anstoßen kann, war den beiden älteren Nutzerinnen zuerst gar nicht klar. Der Teenager zeigte, wie schnell sich störende Elemente entfernen oder kleine Bildideen direkt formulieren lassen.
Hack 3: Horizontal Lock für ruhigere Videos.
Beim Filmen eines Spaziergangs und eines schnellen Clips vom Hund wurde klar, wie stark die neue Video-Stabilisierung arbeitet: Der Horizont bleibt stabil, das Video wirkt deutlich ruhiger. Genau das war für die Oma sofort nützlich, weil Familienvideos damit weniger „Handy-gewackelt“ aussehen.
Was im Test wirklich überzeugt hat
Besonders gelungen ist die Mischung aus Kamera, Display, Leistung und Software-Komfort. Dass Samsung beim Laden nun 60 Watt bietet und laut Hersteller rund 75 Prozent in etwa 30 Minuten erreicht, merkt man im Alltag sofort.
Dazu kommt: Das Gerät ist zwar weiterhin groß, inzwischen aber spürbar eleganter in der Hand. Samsung gibt 214 Gramm und 7,9 Millimeter an. Für ein Handy dieser Klasse macht das einen Unterschied, auch wenn es dadurch noch lange kein kompaktes Modell wird.
Was man über das Samsung Galaxy S26 Ultra wissen sollte
Ganz ohne Haken läuft es auch diesmal nicht. Der große Kamerabuckel kann etwas nervig sein, weil das Handy auf dem Tisch stärker wackelt. Außerdem fehlen weiterhin eingebaute Qi2-Magnete, also braucht es für magnetisches Zubehör eine passende Hülle. Insgesamt fühlt es sich wie ein Technik-Flaggschiff an, bleibt im Alltag aber erstaunlich zugänglich.
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