Business Talk
Daniela Weiss, Geschäftsführerin der RE/MAX PI Gruppe mit vier Standorten, spricht mit uns über die Immobilienentwicklung und Personalwünsche.
Daniela Weiss © Bernd Weiss
Viele denken, dass sie keine/n Makler*in brauchen, um eine Immobilie zu veräußern oder zu kaufen. Was sind die Vorteile, eine/n Makler*in damit zu beauftragen?
Geh zum Schmied und nicht zum Schmiedl. Gerade in unserer Branche, wo es meist um hohe Geldwerte geht und der Ankauf bzw. der Verkauf einer Liegenschaft oft mit vielen Emotionen zusammenhängt, ist es besonders wichtig, die Vermittlung einem Profi anzuvertrauen. Besonders relevant ist die Beratung zur optimalen Marktwert–Ermittlung, denn ausschließlich durch ausreichend Erfahrung und die richtige Methodik kann der korrekte Wert einer Immobilie ermittelt werden. Auch die Analyse und Durchführung der idealen Vermarktungsstrategie führt zum bestmöglichen Verkaufspreis. Abgesehen davon sind wir immer an der Seite unserer Kund*innen, vom ersten Beratungsgespräch bis zur Kaufvertragsunterzeichnung samt Übergabe und Ummeldung der Immobilie. Und gerne noch darüber hinaus.
Was ist für Sie das Schöne am Beruf Immobilienmakler*in?
Der Beruf ist sehr abwechslungsreich, keine Vermittlung gleicht der anderen. Es macht besonders viel Freude, mit unterschiedlichsten Menschen zusammenzukommen. Bei uns stehen immer die Kund*innen im Mittelpunkt. Denn ihre Zufriedenheit ist unser größtes Kapital.
Wie setzt sich Ihr Team zusammen und wo haben Sie noch Bedarf an neuen Mitarbeiter*innen?
Unser Team besteht derzeit aus 22 Immobilienberater*innen, 3 Office-Assistentinnen, 1 Business-Managerin und der Geschäftsführung. Wir sind in Eisenstadt, Neusiedl am See, Mattersburg und Bruck/Leitha vertreten. Da das Burgenland und Niederösterreich viel Potenzial bieten, sind wir weiterhin auf der Suche nach Kolleg*innen in den erwähnten Gebieten. Rund 80 % unserer Neuzugänge sind Quereinsteiger*innen. Dank der RE/MAX Akademie und einem erprobten Onboarding-Prozess funktioniert die Landung im neuen Job hervorragend. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass besonders Frauen sehr erfolgreich sind. Die Immobilienvermittlung ist Vertrauenssache und verlangt viel Fingerspitzengefühl.
Wie hat sich die Immobilienlandschaft im Burgenland in den letzten Jahren in den unterschiedlichen Bezirken entwickelt und wie ist Ihr Ausblick auf die Zukunft?
In den letzten 10 Jahren gab es einen stetigen Aufwärtstrend betreffend Nachfrage und Kaufpreis. Die Coronajahre haben die Entwicklung dahingehend vorangetrieben. Die Nachfrage war groß, das Angebot gering und die Preise sind gestiegen. Aus Kund*innensicht hat sich viel in den vergangenen Monaten geändert: Der Immobilienmarkt hat sich vom Verkäufer*innen- zum Käufer*innenmarkt gewandelt. Wo es früher viel Nachfrage für eine Immobilie gab und Liegenschaften häufig rasch zu guten Preisen verkauft wurden, sind es heute oftmals deutlich weniger Käufer*innen, die sich für ein spürbar größeres Objektangebot interessieren. Die Auswahl wird also größer, aber die Vermarktungsdauer von Immobilien ist ebenso im Steigen. Gründe dieser besagten Entwicklungen sind unter anderem die allgemeine Teuerungssituation, die steigenden Zinsen und die Kreditvergaberichtlinien.
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