Traumhaft: Der Weißensee im Winter (c) Sergiy Vovk
Der Weißensee im Süden Kärntens zählt seit Jahren zu den Top-Winterdestinationen Österreichs – bei heimischen wie internationalen Gästen gleichermaßen. Das liegt vor allem, aber längst nicht nur, an der spektakulären Natureisfläche, die Eislaufsportler aus ganz Europa anzieht. Auch abseits des Eises hat die Region rund um den See viel zu bieten – kulinarisch, landschaftlich und atmosphärisch.
Eislaufen am Weißensee: ein Kärntner Winterklassiker, ein Naturerlebnis besonderer Art
Wenn sich das Wasser schließt und zu Glas wird, entsteht hier etwas, das in Europa einzigartig ist: eine der größten präparierten Natureisflächen des Kontinents, eingebettet in eine stille, verschneite Landschaft, die nichts inszeniert – und gerade deshalb so spektakulär wirkt.
Eislaufen am Weißensee ist kein bloßes Runden-Drehen, sondern ein Unterwegssein. Über Kilometer gleitet man über spiegelglattes Eis, vorbei an Schilfgürteln, vereisten Bootshäusern und offenen Weiten, in denen der eigene Atem hörbar wird. Das Eis lebt, knackt, schimmert in Schichten – und erzählt von Kälte, Geduld und perfektem Timing. Denn hier bestimmt die Natur den Rhythmus, nicht der Kalender.
Was viele nicht wissen: Die Eisflächen werden täglich geprüft und sorgfältig präpariert, Routen markiert und Bahnen freigehalten. Vom genussvollen Dahingleiten bis zum sportlichen Eisschnelllauf findet jede Bewegung ihren Raum. Internationale Wettkämpfe treffen auf winterliche Spaziergänger, Thermoskanne auf Profi-Kufen – ohne dass sich etwas davon widerspricht.
Warum man das unbedingt ausprobieren sollte? Weil es entschleunigt, ohne stillzustehen. Weil es Körper und Kopf gleichermaßen fordert und befreit. Und weil man den Weißensee vom Eis aus anders erlebt als vom Ufer: näher, klarer, intensiver.
Sterne & Hauben: Gastronomie auf hohem Niveau
Am Weißensee endet ein schöner Tag auf dem Eis nicht mit dem Abschied von der Kufe, sondern mit dem ersten Bissen. Dort, wo Kärntner Gelassenheit auf alpine Raffinesse trifft, haben sich über Jahre kulinarische Adressen etabliert, die den Winterurlaub zum Genussurlaub machen.
Ob fein komponierte Menüs mit regionalem Fisch und Wild aus den umliegenden Bergen, kreative Gemüsevariationen oder hausgemachtes Brot, Käse und Süßes aus der eigenen Backstube – die Küche rund um den Weißensee ist ehrlich, klar im Geschmack und reich an Geschichten. Landgasthöfe, Pâtissiers und Manufakturen öffnen ihre Türen, servieren wärmende Suppen mit alpinem Kräuteraroma, kräftige Schmorgerichte, perfekt gereifte Käseplatten und Weine, die den langen Winterabend abrunden. Genuss ist hier kein Beiwerk, sondern Teil der Landschaft.
Die besten Adressen
Die Forelle
(1 Stern · Gourmetrestaurant · Haubenküche · exklusiv · Seelage · Fine Dining)
Rouge Noir
(1 Stern · modern · kreativ · Weinbar-Charakter · kleine Karte · sehr stilvoll)
Wirtshaus by Stefan Glantschnig
(modernes Wirtshaus · gehobene Alpen-Adria-Küche · regional · Handschrift eines Spitzenkochs)
Das Löwenzahn
(3 Hauben · avantgardistisch · sehr reduziert · Fokus auf Regionalität · Gourmetniveau)
Regitnig
(Hotelrestaurant · gehoben · regional & saisonal · sehr gute Weinkarte · stilvoll)
Die Weissenseerin
(modernes Wirtshaus · kreativ-bodenständig · beliebt bei Einheimischen · entspannte Atmosphäre)
Entschleunigter Urlaub – das ganze Jahr über
Rund um den Weißensee ist Slow Tourism kein Trendwort, sondern gelebte Realität. Die Häuser am See atmen mit der Natur, statt gegen sie anzukämpfen. Häuser wie das Hotel zum Weißensee verbinden alpine Gastfreundschaft mit modernem, wohltuendem Design; traditionsreiche Adressen wie das Genießerhotel Die Forelle stehen für gehobene Kulinarik und familiäre Wärme; der Gralhof überzeugt mit einem nachhaltigen Lebensstil und einem Bio-Konzept, das sich konsequent durch Küche, Spa und Aktivitäten zieht. Hier heißt es: morgens bewusst aufwachen, barfuß den ersten Kaffee auf der Terrasse trinken, mittags regionale Kost genießen und abends in der Sauna mit Blick auf das stille Eis entspannen. Architektur, Interieur und Gastkonzepte sind hochwertig, dabei nie protzig – handverlesen statt standardisiert. Slow Tourism am Weißensee bedeutet, dem Rhythmus von Natur und Körper zu folgen: länger frühstücken, später aufstehen, tiefer atmen und jeden Moment auskosten.

Die besten Hotelempfehlungen
Hotel zum Weißensee
(4* · familiär · klassisch-elegant · Seelage · ruhig · ganzjährig geöffnet)
Genießerhotel Die Forelle
(4* Superior · Designhotel · Gourmetfokus · exklusiv · direkt am See)
Neusacherhof
(4* · naturverbunden · stilvoll · Heimat von Spitzenkoch Stefan Glantschnig)
Regitnig – Hotel & Chalets am Weißensee
(4* · modern-alpin · Spa & Wellness · Seelage · Chalets verfügbar)
Biohotel Gralhof
(Biohotel · nachhaltig · Slow Food · Wellness · sehr ruhig · Naturfokus)
Das Leonhard – Naturparkhotel
(4* · modern · naturverbunden · ruhige Lage · ideal für Aktivurlaub im Winter)
Bewegung und Erlebnis in der Natur
Der Weißensee schläft im Winter nicht – er lädt ein. Abseits der Eisfläche führen geräumte Winterwanderwege durch verschneite Wälder, die Raum für Atemholen und Innehalten bieten. Langlaufloipen ziehen filigrane Linien durch die weiße Landschaft und verbinden Bewegung mit Weitblick. Ruhesuchende entdecken bei geführten Schneeschuhtouren stille Seitentäler, in denen alles – außer dem eigenen Herzschlag – zur Ruhe kommt.
Familien erleben unvergessliche Schlittenfahrten, Outdoor-Fans erkunden den See per Fatbike über gefrorene Flächen oder auf präparierten Waldwegen. Abends laden Fackelwanderungen und Laternenlicht am Seeufer dazu ein, den Blick zum Sternenhimmel zu heben. Am Weißensee ist Winter nicht nur eine Jahreszeit – er ist ein Erlebnis für alle Sinne.
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